Stephanuspreis an „Blaue Maristen“ aus Syrien verliehen

Mrz 31, 2025 | Meldungen, Uncategorized

Die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen hat die syrische Initiative der „Blauen Maristen“ mit ihrem diesjährigen Stephanuspreis für deren heroischen Einsatz geehrt. Die Auszeichnung wurde am Samstagabend in Bonn feierlich verliehen. Stellvertretend für die Gruppe von katholischen Ordensbrüdern und Laienmaristen wurde der Preis dem Gründer und ehemaligen Leiter Dr. Nabil Antaki überreicht. In seiner Laudatio lobte Karl Hafen, ehemals Geschäftsführender Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, die Beharrlichkeit des Preisträgers. Die Maristen hätten ihren Widerstand gegen alltägliche Gewalt, Entbehrungen und Verwüstungen durch ihre Solidarität mit den Bedürftigsten gezeigt und damit Hoffnung geschenkt. Dabei hätten sie besondere Ausdauer bewiesen. “Zurückweichen, aufgeben gehören nicht zum Wortschatz der Maristen”, sagte Hafen.

Der Verein der „Blauen Maristen“ hat seit Beginn des Krieges in Aleppo fünf Hilfsprogramme und neun Bildungs- und Entwicklungsprogramme ins Leben gerufen, von denen Tausende Menschen, insbesondere vertriebene Familien, ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit profitiert haben.

Die Stiftungsvorsitzende Michaela Koller betonte den Mut des Preisträgers: „Unser heutiger Ehrengast, Herr Dr. Antaki, wird aber auch konkret das Blutzeugnis unseres Preisträgers von 2013 vor Augen haben, Pater Frans von der Lugt, der am 7. April 2014 von Kämpfern der El-Nusra-Front in Homs erschossen wurde, jener Terrortruppe, deren Kommandant, Abu Mohammed El-Dschulani, heute seinen Kampfnamen abgelegt hat, wieder Ahmed El-Scharaa heißt und Übergangspräsident Syriens ist. Trotzdem halten die „Blauen Maristen“ unbeirrt an ihrem Auftrag fest, damit Tausende Familien die Hoffnung bewahren können.“

Nabil Antaki dankte in seiner Ansprache für die Unterstützung derer, die unter „schwierigsten Umständen“ dienen. Er betrachte die Auszeichnung als Anerkennung ihres Auftrags, ihres Glaubens und ihrer Überzeugung, zum Dienst berufen zu sein. Abschließend bat er um Gebet, Solidarität und Engagement der Festgäste, „damit Syrien nicht nur ein Ort christlicher Geschichte, sondern auch christlichen Lebens bleibt“.

Michaela Koller und Dr. Nabil Antaki; Copyright: W. Franke – gebührenfrei zum Abdruck

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